Die Patienten-
verfügung
Alle Informationen rund um die
Patientenverfügung und
alle Formulare finden Sie hier:
Durch eine Patientenverfügung können Sie im Voraus festlegen, welche ärztliche Behandlung und medizinische Versorgung Sie sich wünschen und welche nicht. Zum Einsatz kommt die Patientenverfügung, wenn Sie durch Unfall, Krankheit oder anderen Umständen nicht mehr in der Lage sind, Ihren Willen zu bekunden.
Sinnvoll ist eine Patientenverfügung für jede volljährige Person, denn die eigene Fähigkeit sein Leben zu lenken kann von einem Tag auf den anderen oder aber schleichend verloren gehen. Liegt diese dann in den Händen anderer Menschen, fremder Menschen möglicherweise, wird es fast unmöglich den eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Die Annahme, dass automatisch Angehörige für Sie Entscheidungen treffen und Unterschriften leisten können, ist falsch. Auch Kinder oder Ehepartner können dies nur auf Grundlager einer vorher ausgestellten Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht tun. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, seine Vorsorge früh genug zu regeln – bevor es zu spät ist.
Im Internet gibt es mittlerweile eine erdrückende Anzahl an Vordrucken für Patientenverfügungen. Die richtige Auswahl kann da schon mal Kopfzerbrechen bereiten. Wir haben diesbezüglich einige Hinweise für Sie:

Eine freie Formulierung ohne Formular sollten Sie unbedingt vermeiden. Ist es dennoch Ihr Wunsch, lassen Sie sich kompetent und intensiv dabei beraten! Greifen Sie besser immer auf ein Formular mit vorgegebenen Formulierungen zurück.
Das Bayerische Justizministerium gibt bereits in der 11. Auflage eine Broschüre zum Thema Patientenverfügungen heraus. Darin finden Sie viele gut verständliche Informationen und Hinweise zu diesem Thema. In Zusammenarbeit mit dem Hospizverein Christophorus in München zusammengetragen, enthält sie auch alle notwendigen Vordrucke. Anfangs sollten Sie sich nicht mit allen möglichen Formularen rumschlagen, konzentrieren Sie sich auf Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Diese decken die wichtigsten Situationen bereits ab. Die anderen Formulare können im Fall einer Erkrankung zusätzlich gebraucht werden. Dies sollte aber dann situationsabhängig mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Der hier vorzufindende Vordruck beschreibt im Text die zu benennenden Situationen, in denen die Patientenverfügung angewandt werden soll und führt dann die gewünschten Maßnahmen oder Begrenzungen auf, wobei individuelle Vorstellungen berücksichtigt werden können. Bei den Beschreibungen der Situation gibt es keine Einschränkungen.
Um die Patientenverfügung individueller zu gestalten, kann auf eine Herausgabe des Bundesjustizministeriums zurückgegriffen werden. In dieser Broschüre finden sich viele Tipps und Erklärungen. Hier finden Sie auch einige Textbausteine, die Sie eins zu eins übernehmen können. So kann man seine Wünsche über die spätere Versorgung so individuell und genau wie möglich festhalten – alles in der richtigen Form. Eine Beratung von Experten ist aber trotzdem immer sehr ratsam.
In Deutschland muss eine solche Verfügung stets in schriftlicher Form verfasst werden. Mündlich kann Sie nicht erfolgen. Um Entscheidungen nach den Wünschen eines Angehörigen zu treffen, muss dem Arzt zwingend eine schriftliche Legitimation in Form einer Patientenverfügung vorgelegt werden.
Eine ausgestellte Verfügung kann jederzeit Widerrufen werden. Diese kann gemäß § 1901a BGB formlos erfolgen. Praktisch ist es aber schwer festzustellen und zu beweisen, ob eine Patientenverfügung widerrufen worden ist. Um dem entgegenzuwirken kann beispielsweise bei einer Operation dem Arzt vorher Bescheid gegeben werden, dass auf deine Patientenverfügung verzichtet werden soll. An dieser Stelle sollten, wenn möglich, Zeugen anwesend sein. Besonders für den Arzt ist es sonst schwer, den Widerruf zu beweisen. Für den Arzt ist der Widerruf binden.
Nachdem Sie die Patientenverfügung ausgedruckt, ausgefüllt und unterschrieben haben, lassen Sie sie am Besten beim zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registrieren. So gehen Sie sicher, dass die Verfügung nicht untergeht, wenn Sie zuhause im Schrank liegt und keiner Kenntnis davon hat. Bei einer Betreuungsanordnung würde diese Datenbank dann abgefragt.

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